Reisen in Schweden trotz COVID-19

Seit dem Ausbruch der Atemwegsinfektion COVID-19 scheint die Welt auf den Kopf gestellt worden zu sein. Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit einzudämmen, wurden etliche Maßnahmen getroffen, die sich in fast alle Lebensbereiche auswirken. Der Sommer rückt immer näher und so kommt die Frage in den Fokus, wie die Urlaubsgestaltung in diesem beispiellosen Jahr aussehen wird. Für eine allgemeine Beurteilung ergeben sich dabei eine Vielzahl von Schwierigkeiten, denn jedes europäische Land hat seine ganz eigenen Regelungen zur Eindämmung der Pandemie getroffen. Schweden hatte aufgrund seines sehr lockeren Umgangs für Aufsehen gesorgt. Jetzt, da die Infektionsrate in Schweden immer steiler ansteigt, sieht man sich auch hier zu stärkeren Kontrollmaßnahmen gezwungen. Wer einen Urlaub in Schweden dieses Jahr geplant hat, macht sich zurecht Sorgen um die Durchführbarkeit der Reise. Befolgt man einige Hinweise und Regeln, kann ein Urlaub in Schweden aber auch in diesem Sommer gelingen.

Die Anreise sollte mit dem Wohnwagen oder dem Auto erfolgen

Auslandsflüge unterliegen immer noch strengen Auflagen. Je nach der weiteren Entwicklung der Pandemie können Flüge auch wieder komplett gestrichen werden. Fliegen ist somit als Reiseart nicht nur unsicher, sondern erhöht auch das Risiko einer Infektion. Da man auf größere Menschenansammlung verzichten sollte, empfiehlt sich momentan der Individualverkehr. Die beste Wahl ist ein Wohnmobil, da es die Möglichkeit bietet, den Urlaub beinahe kontaktlos zu verbringen. Wir empfehlen ein Wohnmobil von zu mieten SkandiTrip Wohnmobilvermietung in Schweden. Generell wird davon abgeraten, die Übernachtungen in einem Hotel oder einer anderen Massenunterkunft zu buchen. Wer mit dem Auto anreist, sollte im Vorfeld ein Ferienhaus mieten.

Wildcampen in Schweden erlaubt

In der schwedischen Verfassung ist das Allemannsrätt verankert, auf Deutsch übersetzt das Jedermannsrecht, das jedem Menschen die Freiheit garantiert, sich auf dem Land frei bewegen zu dürfen. Das hat zur Folge, dass Wildcampen in Schweden erlaubt ist. Diesen Urlaub mit dem Wohnmobil in Schweden zu verbringen oder auch mit Auto und Zelt ist also durchaus eine Überlegung wert. Jenseits der rechtlichen Regelungen gibt es aber natürlich eine Etikette. Man sollte seinen Campingplatz natürlich immer so zurücklassen, wie man ihn vorgefunden hat. Oder, noch besser, auch Unrat beseitigen, wenn ihn die vorherigen Camper dagelassen haben.

Ferienhäuser buchen und umbuchen

Während der Coronakrise ist es möglich, gebuchte Ferienhäuser kurzfristig zu stornieren oder für einen späteren oder früheren Zeitraum zu buchen. Die Ferienhäuser in Schweden eignen sich perfekt für einen Familienurlaub und sind zudem im Großen und Ganzen erschwinglich. Die schwedischen Ferienhäuser sind oftmals besonders schön und gemütlich eingerichtet, hell und großzügig.

Menschenansammlungen vermeiden – Schweden als optimales Urlaubsziel

Skandinavien ist bekannt dafür, eine sehr geringe Bevölkerungsdichte zu haben. Zumindest relativ betrachtet, zu anderen europäischen Ländern. Deshalb ist es sogar möglich, über Tage durch die Natur Schwedens zu wandern, ohne auch nur einen anderen Menschen zu treffen. Während sich an den Stränden der Mittelmeerküste die Menschen tummeln, sind skandinavische Länder geradezu ideal dafür, sich fernab von Menschenmengen in die unberührte Natur zu begeben. Aus der Sicht des Infektionsschutzes ist ein Urlaub in Schweden außerhalb der Städte recht unbedenklich.

Unberührte Wildnis in Mittelschweden

Mittelschweden zeichnet sich durch seine weitläufigen und tiefen Wälder und seine Seenlandschaft aus. In dieser Region findet man auch eine große Anzahl an schönen Ferienhäusern, meistens direkt am See gelegen und nicht selten mit einem eigenen Boot. In Mittelschweden gibt es insgesamt mehr als 10.000 kleinere und größere Seen, die von dichten Birkenwäldern eingekesselt werden. Der Urlaub muss nicht nur daraus bestehen, die Tage am See zu verbringen. Mittelschweden grenzt an das Skandinavische Gebirge, so dass sich auch Wandertouren mit erhöhten Schwierigkeitsgrad als Outdoor-Aktivitäten anbieten. Eine weitere Möglichkeit sind Kanutouren oder eine Reise an die Ostsee.

Weitere Verhaltensempfehlungen

Allgemein gelten für Schweden die gleichen Empfehlungen wie auch in Deutschland. Bei Kontakt mit Menschen sollten die Handflächen regelmäßig mit Wasser und Seife gereinigt werden. Außerdem ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und eine Schutzmaske sowie möglichst Schutzhandschuhe zu tragen. Größere Ansammlungen sollte man generell meiden und nur dann aufsuchen, wenn es wirklich nicht zu umgehen ist. Man sollte vorzugsweise in die Ellenbeuge und nicht in die Hand husten oder niesen. Bei der Durchreise auf öffentlichen Toiletten sollten Gegenstände wie Wasserhähne, Türgriffe oder Spülungen nur mit Einweghandtüchern angefasst werden.

Nachrichten im Auge behalten

Daneben sollte man auch die Entwicklungen zur Pandemie im Auge behalten, um die Lage selbst möglichst gut einschätzen zu können. Natürlich gilt, dass eine Pandemie nicht völlig vorhersagbar ist und es immer zu unerwarteten Änderungen kommen kann, beispielsweise bei Grenzkontrollen. Das erfordert natürlich auch eine gewisse mentale Flexibilität bei der Planung. Wer etwas Gelassenheit mitbringt, kann aber auch angesichts der gegenwärtigen Situation einen schönen Urlaub verbringen.